Keine Papageien, aber ein wundervoller Bericht über den Gänsegeier von Fotograf Michael Hoffmann

Der Gänsegeier

-auf der Insel Cres der Kvarner- Bucht Kroatien

 

Wissenschaftlicher Name: Gyps fulvus
Spannweite: 2,3 – 2,8 m
Höhere Klassifizierung: Gyps
Gewicht: Weibchen: 6,5 – 11 kg
Männlich: 6,2 – 10 kg
Anzahl Eier  pro Gelege :1
Brut: 1 Jahresbrut
Brutzeit: Januar bis Mai
Brutdauer: ca. 55 Tage
Nestlings Dauer: ca. 120 Tage
Nahrung: Aas
Alter: 25 Jahre
Zugvogel: Alt Vogel Nein

Ich möchte Euch gerne eine wenig über meine Reise zu den Gänsegeiern auf der Insel Cres aus dem Ort Beli berichten.

Beli ist ein malerisches Fleckchen, was mit seinen engen Gassen und zahllosen Treppen eine Malerische Kulisse bildet. Auch die kleine Bucht mit Ihrem Strand lädt förmlich zum Schwimmen ein.

Aber jetzt zu dem eigentlichen Thema

Hoch in den Lüften zeigen  sich die eigentlichen Attraktionen dieser zauberhaften Landschaft, die Gänsegeier. Diese faszinierenden Vögel bringen es trotz ihres hohen Körpergewichts zu sensationellen Flugleistungen, von bis zu 120 km/h. Diese Tiere erreichen ein Alter von ca. 25 Jahren. Ihre Nahrung besteht aus Aas was natürlich auch einen Vorteil hat. Da auch tote Tiere Überträger von Bakterien und Krankheiten sein können.

Nachdem ich mich im Dorf umhörte wo dort die Vögel zu entdecken seien,  mietete ich mir ein kleines Boot um zu den Steilhängen zu fahren. Es war an diesem Tag eine nicht gerade ruhige See. Nach ca. 30 Minütiger fahrt kam ich an der ersten Klippe an und konnte direkt den ersten Gänsegeier entdecken. Ich nahm meine Kamera und versuchte dieses Tier abzulichten. Es schien mir fast aussichtslos da das kleine Boot auf den Wellen nur so wackelte. Also fuhr ich zur nächsten Stelle die nur eine 10 Minütige fahrt in Anspruch nahm. Auch dort wurde ich wieder belohnt und entdeckte direkt zwei Jungtiere die auf einem kleinen Felsübersprung saßen. Auch schien, dass es das Meer auch mit mir gut meinte und die Wellen ließen ein wenig nach. Somit griff ich zur Kamera und konnte einige gute Aufnahmen von den Tieren machen.  Es ging dann einige Meter weiter, wo weitere Tiere zu beobachten waren. Es saßen zwei erwachsene Tiere auf einem Felsen die majestätisch anzuschauen waren. Auch nach weiteren Blicken fand ich zwei weitere erwachsene Tiere in einer Feldspalte die dort auch Ihr Nest hatten, wie mir später erzählt wurde. Leider war die Felsspalte nicht einsehbar, da sie viel zu hoch war. Es hätte mich so brennend Interessiert, doch einmal in so ein Nest rein zu schauen. Aber alleine dieser Anblick, wie sich die Tiere gegenseitig putzten, war schon Belohnung genug. Ich machte somit  weitere Fotos von diesen tollen Tieren. Die Zeit verging wieder viel zu schnell und langsam setzte die Dämmerung ein.

Ich beobachte weiter diese tollen Tiere und machte noch einige Fotos. Dann merkte ich, wie einer von den Beiden die auf dem Felsen saßen ansetzte, um  los zufliegen. Schnell der Griff zur Kamera. Ich wollte doch so gerne diese Tiere auch bei Ihrem Flug fotografieren. Ich hielt drauf und drückte den Auslöser meiner Kamera. Ich war so aufgeregt ob die Fotos was geworden sind. Schnell schaute ich nach und wurde wieder einmal belohnt.

Alleine der Anblick diese majestätischen Tiere vor den Klippen fliegen zu sehen ist kaum mit Worten nieder zu schreiben. Ich muss sagen, dass es wiedermal ein wunderschönes Erlebnis mit den Gänsegeiern auf der Insel Cres war. Jetzt wurde es aber langsam Zeit wieder zurück zu fahren. Ein letzter Blick zurück zu den kreisenden Tieren. Aber leider geht so auch immer ein weiteres Erlebnis zu Ende. Hoffe so dass Ihr ein wenig in die faszinierende Welt der Gänsegeier auf Cres eintauchen konntet.

Nach weiteren Recherchen habe ich erfahren, dass sich in diesem Ort eine Organisation befindet, die sich um diese faszinierenden Tiere kümmert.

In einer Villa in Beli ist das Eco-Center Caput Insular, ein staatlicher Verein, der sich um die Betreuung und Registrierung dieser majestätischen Vögel kümmert. So werden verletzte Jungvögel gepflegt und betreut, die bei ihrem ersten Flugversuch ins Meer gestürzt sind. Nachdem die Geier wieder aufgepäppelt wurden, sind sie quasi als Teenager in der Lage, zusammen mit ihren Eltern nach Afrika zu fliegen, wo sie spätestens nach fünf Jahren mit einem Lebenspartner auf die Insel zurückkehren, um selbst die Brutpflege zu betreiben.

Leider war das Eco Center geschlossen. Nach weiteren Recherchen ist es wohl so, dass dort die Türen seit 2013 verschlossen blieben, Das Team um Goran Susic setzt seine Aktivitäten nun an anderer Stelle fort. Grifon - Birds of Prey Conservation Centre