Aus aller Welt

Zucht und Haltung des Westaustralischen Banks-Rabenkakadu
-- Ein Erfahrungsbericht --

(Calyptorhynchus banksii naso)

Text und Fotos von Craig Livingstone

Mein erstes Paar Rotschwanz-Raben- kakadus kaufte ich in 1993 von meinem guten Freund Gordon Dosser, sie waren von der Unterart Mathews-Rotschwanz-Rabenkakadu (C.b. samueli). Zu dieser Zeit hatte ich auch ein Paar Carnabys Weißohr-Rabenkakadus (Calyptorhynchus latirostris) und zwei Paare Gelbohr-Rabenkakadus (Calyptorhynchus funereus). Ich lebe in Wangaratta, Victoria und Gordon lebt in Benalla (auch in Victoria), somit sind es zwischen uns nur 20 Autominuten. Um so viel wie möglich zu lernen, habe ich ihn, so oft ich konnte, besucht. Den meisten Leuten, die Gordon kennen, ist bekannt, dass er ein großes Wissen über Vögel hat, da er über die Jahre sehr viele verschiedene Arten gehalten und gezüchtet hat. Irgendwann bemerkte ich bei einem meiner Besuche ein Paar Westaustralische Banks-Rabenkakadus. Ich war so sehr von den markanten und beeindruckenden Farben der Hennen und ihren riesigen Schnäbel beeindruckt, dass ich mir sagte „eines Tages möchte ich ein Paar haben".

Von Barbara Heidenreich - Übersetzung Eleonore Giehl

  

 

Ich wünschte, ich hätte ein besseres Wort als “Training”, um zu beschreiben was ich tue.

Die Parrot-Magazin Zeitung ist auch in Austin Texas USA bei Tiertrainerin Barbara Heidenreich angekommen. Vielen Dank für die tolle Rückmeldung. Das Parrot-Magazin wird sie zum Workshop im Zoo Karlsruhe treffen und auch von diesem Event berichten, der im Rahmen der 20-Jahr Feier von www.Parrots-Parcel.de von Karin Schröder veranstaltet wird.

 

Erhaltungszuchtprojekt für den Schwalbensittich –

Züchter werden europaweit zur Mitarbeit aufgerufen

GÜSTROW, 24.11.2016: Biotopveränderungen, Übernutzung der Bestände, Jagd, Faunenverfälschung, das Einschleppen von Krankheiten sowie die Umweltverschmutzung werden in erster Linie für den Artenschwund auf unserem Planeten verantwortlich gemacht. Vor einigen Jahren betonte Birdlife-Vorstand Mike Rands „Vögel sind ein leicht zu lesendes Umweltbarometer, das uns deutlich macht, welchen Druck unsere Lebensgewohnheiten auf die Artenvielfalt der Welt ausüben“. Mit ihrem Verhalten können Menschen aber auch dazu beitragen, dass uns die eine oder andere stark gefährdete Vogelart eventuell doch noch erhalten bleibt!

Die Population des Schwalbensittichs (Lathamus discolor) ist in der Vergangenheit aufgrund von Habitatzerstörungen, das Fehlen von Futterbäumen und durch Nistplatzkonkurrenten bereits negativ beeinflusst worden. Zudem schädigte der auf Tasmanien eingeschleppte Kurzkopfgleitbeutler (Petaurus breviceps) diesen Sittich so stark, so dass ein Aussterben des Schwalbensittichs innerhalb der kommenden 15 Jahre befürchtet wird. Aufgrund dieser Situation ist diese Vogelart Ende 2015 in der Roten Liste der gefährdeten Arten von „endangered“ in „critically endangered“ (vom Aussterben bedroht, extrem hohes Risiko des Aussterbens in der Natur in unmittelbarer Zukunft) gestuft worden.

Unmittelbar nach Bekanntwerden dieser Maßnahme hat die Gesellschaft für Arterhaltende Vogelzucht (GAV) e.V. ein europäisches Zuchtprojekt zum Erhalt des Schwalbensittichs ins Leben gerufen, an dem sich inzwischen die ersten Zoologischen Einrichtungen und auch Privatpersonen beteiligen. Die GAV arbeitet bei diesem Projekt eng mit der EAZA Parrot TAG zusammen.

Derzeit erfassen wir die Schwalbensittiche, die zur Teilnahme an dem Projekt geeignet scheinen. Gleichzeitig erhalten wir in den kommenden Wochen Museumsbälge aus anerkannten europäischen Museen, die uns als Grundlage für direkte Vergleiche von „australischen“ Schwalbensittichen mit den in unseren Haltungen befindlichen Individuen dienen werden. An den Museumsstücken werden verschiedene Maße genommen, die in der weiteren Folge auch an dem lebenden Vogel reproduzierbar sind und uns gewisse Anhaltspunkte hinsichtlich der Variabilität bei den Wildvögeln liefern werden. Bei den registrierten Schwalbensittichen werden im Anschluss Kombinationsuntersuchungen auf das aviäre Polyomavirus (APV) und das Circovirus der Papageien (PBFD) durchgeführt. Dabei ist es uns gelungen mit dem Institut für Molekulare Diagnostik Bielefeld (IMDB), neben der EAZA Parrot TAG, einen weiteren Projektpartner zu finden. 

Wir sind weiterhin auf der Suche nach ernsthaften Mitstreitern für dieses Zuchtprojekt, das später zum Ziel hat, den australischen Wissenschaftlern Schwalbensittiche aus Europa für Auswilderungszwecke zur Verfügung zu stellen. Außerdem sind wir an der Zusammenarbeit mit weiteren Projektpartnern interessiert, dies können gern auch andere Zuchtverbände sein!

Melden Sie sich bitte mit Ihren Schwalbensittichen für eine Projektteilnahme an! Das Projekt ist nicht verbandsgebunden und nicht auf Deutschland begrenzt. Nähere Informationen zu dieser Initiative erhalten Sie bei Nils Becker (Anschrift: Nils Becker, Weserstraße 39, 27804 Berne, Telefon: +49 (0) 173 9838062, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Zukünftige Projektpartner können sich gern bei Jörg Asmus melden (Anschrift: Jörg Asmus, Barlachweg 2, 18273 Güstrow, +49 (0) 179 6686031, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).