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Das Araparadies

in der Schweiz wird von dem Züchterehepaar Christiane und Michael Rutschmann mit viel Liebe geführt. Ihre Zuchtanlage wurde in Eigenleistung gefertigt und beherbergt neben Hyazinthara auch Gelbbrustara, Rote Ara sowie Hybridara.

Christiane Rutschmann stellt das Araparadies vor:
„Es war im Januar 1997, mein Mann las mir ein Inserat aus der Tierwelt vor, in der stand „ Ara zu verkaufen“. Wir wussten damals nicht, dass das unser Leben total veränderte.
Mein Mann wusste, dass ich schon immer für diese großen Vögel schwärmte, aber ich hatte als Kind immer nur die kleinen Papageien (Rosenköpfchen, Wellen - u. Nymphensittiche) und eigentlich überhaupt keine Ahnung von diesen wunderschönen Aras. Wir fuhren also zu dieser älteren Dame, mit der wir vorher telefoniert hatten, und sahen diesen tollen Vogel. Er hiess Vladow; er lebte in einem ganz, ganz kleinen Käfig, in dem er sich kaum drehen konnte. Sie ließ ihn raus und er flog sofort zu meinen Mann, das war Liebe auf den ersten Blick. Mich hat er natürlich gebissen….
Wir wussten zu dem Zeitpunkt noch nicht einmal, dass dieser Papagei ein Hellroter Ara ist und wie viele verschiedene Arten es überhaupt gibt, also kurzum, wir hatten Null Ahnung.
Wir hatten einen Tag Zeit zum Überlegen, weil sie noch so viele Interessenten hatte. Ich kann mich an diesen Tag genau erinnern, wir telefonierten alle 30 Minuten miteinander, weil wir nicht wussten, was wir machen sollten. Es war eine menge Geld für einen Papagei  (Sfr 3000.-), da hätte man sich sonst was für kaufen können, aber wir haben uns für ihn entschieden und waren überglücklich.

Wir holten ihn zu uns nach Hause, und er fühlte sich bei uns vom ersten Augenblick an pudelwohl.
Blos, wir hatten keine Ahnung, was so ein Ara eigentlich frisst oder sonst so benötigt.
Die ältere Dame konnte uns da auch nicht recht Auskunft geben. Also fingen wir an, uns alles an Büchern und Zeitschriften über Papageien - speziell Aras - zu besorgen und förmlich zu verschlingen. Wir besuchten sogar zwei Papageien-Workshops in Teneriffa.
Was wir schnell merkten, einen Ara allein zu halten, ist nicht das, was wir wollen, also musste ein Kumpane her. Es war ein Gelbbrustara und wir tauften ihn Fernando.  Wir holten ihn schon mit 11 Wochen zu uns und zogen ihn noch mit der Hand auf. Leider war Vladow so dominant, dass er ihn zu sehr attackierte und wir den Versuch, die beiden anzufreunden abbrachen. Also kauften wir ein hellrotes Araweibchen für Vladow und die beiden verstanden sich ziemlich schnell. Nun hatten wir aber wieder ein Einzelvogel, also kam noch ein dunkelroter Ara dazu. So ging es weiter...
Auf einmal hatten 6 Aras in der Stube, in großen Volieren. Das Geschrei war sehr laut, es war nicht mehr möglich, in Ruhe Fernseh zu schauen, also musste ein Vogelhaus mit Aussenvoliere her. Wir kauften einen alten Baucontainer und bauten ihn komplett innen und außen um.
Heute leben bei uns 22 Ara‘s , 2 Graupapageien und 28 kleine Sittiche und Papageien und wir haben in der Zwischenzeit einen zweiten Container umgebaut. Insgesamt ist nun unsere Anlage 22 Meter lang. So kann es gehen wenn man sich einen Ara kauft, es macht süchtig...
Wenn wir viel Stress haben setzen wir uns vor die Voliere und können dann richtig entspannen.

Fazit:
„Bitte informiert Euch vorher und macht es nicht so wie wir. In unserem Fall hat sich alles zum Guten entwickelt, aber anfangs war es nicht so einfach.“